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Migräne

Migräne - das neue Volksleiden


Das Leiden, von dem viele Menschen betroffen sind, ist eine neurologische Erkrankung, die sich als halbseitiger, pulsierender Kopfschmerz abzeichnet. Eine Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm (Photo-/Phonophobie) wird außerdem als Merkmal der Krankheit angeführt.
Des Weiteren werden diese Aspekte häufig von Übelkeit und neurologischen Ausfällen sowie visuellen Einschränkungen begleitet, was die Lebensqualität enorm einschränkt.

Schon etwa vier Prozent der Schulkinder leiden an wiederholten Anfällen. Demgegenüber stehen mehr als sechs Prozent der Männer und zwölf Prozent der Frauen im mittleren Alter, die von diesen Kopfschmerzen betroffen sind. In ganz Deutschland wird die Zahl der Betroffenen auf ca. zehn Millionen geschätzt.

Eine Ursache sehen Forscher in der Störung des Serotonin- Haushaltes, wohingegen die Annahme einer Ausbreitung durch mangelnde Durchblutung des Gehirns nunmehr widerlegt werden konnte. Da die Zahl der Erkrankten an Migräne in vielen Ländern in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist, kann davon ausgegangen werden, dass bestimmte Umweltfaktoren und Lebenseinflüsse eine Auslösung der Schmerzen begünstigen. Darunter vereint man z.B. bestimmte Nahrungsmittel, Schlafmangel sowie Stress und hormonelle Beeinflussungen.

Um eine Diagnose zu stellen, wird zu Beginn die Krankheitsgeschichte(Anamnese)aufgenommen und bei neu auftretendem Kopfschmerz andere Gründe mit Hilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG), einer Computertomographie (CT) und/oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) ausgeschlossen.

Ausgehend von dieser Diagnose wird eine Therapie eingeleitet, die auf der einen Seite durch Medikamente akute Anfälle behandeln, auf der anderen Seite durch eine Intervalltherapie weiteren Migräneattacken entgegenwirken kann.

Ein Therapieerfolg bedarf bei langjähriger Krankheitsgeschichte auch eines ausführlicheren Heilungsprozesses. Den wirkungsvollsten Effekt verspricht ein Zusammenwirken von medikamentöser und nicht-medikamentöser Behandlung.
Eine vollkommene Heilung wird ausgeschlossen, demnach ist Ziel der Therapie das Lindern der Symptome.

Es lässt sich zwischen der Therapie des Migräneanfalls und der Migräneprophylaxe unterscheiden. Ein Mittel, das sich bewährt hat, ist eine kalte Kompresse(Migränebrille). Dazu wirkt sich ein erholsamer Schlaf und Rückzug in einen abgedunkelten Raum ohne störende Geräusche und optische Reize positiv hinsichtlich der Behandlung aus. Auf lange Sicht sollte man möglichst die Triggerfaktoren beeinflussen:
Dazu gehört die Vermeidung von Nahrungsmittel wie Käse, Schokolade und Alkohol und die Anwendung von Methoden zur Stressbewältigung.

Bei leichten Beschwerden erweist sich ein Antiemetikum zum Verbessern der Übelkeit als hilfreich, da es einerseits die Darmaktivität fördert und andererseits ein Erbrechen der Wirkstoffe verhindert. Nach längerem Anhalten der Symptome bieten sich Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Iboprofen an. Wirksam scheinen außerdem Kombinationen aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein, um die Symptome zu bekämpfen.

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